Veränderung als einzige Konstante im Leben zu akzeptieren, fällt uns Menschen schwer. Wir sind „Gewohnheitstiere“, lieben Rituale und bekannte Strukturen. Veränderung stellt für viele Menschen etwas Unangenehmes, manchmal sogar etwas Bedrohliches dar.
Ich möchte dich in diesem Artikel dazu einladen, Veränderung in dein Leben einzuladen und dich Neuem zu öffnen.
Ich zeige dir gleichermaßen, welche Rolle dein Körper in diesem Prozess spielt und wie du ihn nutzen kannst, um Veränderung als selbstverständliche Konstante in deinem Leben zu verankern.
Frühjahrsputz im eigenen System als Voraussetzung für mehr Veränderungsfreude
- Ich lade dich ein, Veränderung als konstanten Teil in deinem Leben zu akzeptieren.
- Diese Akzeptanz, auf geistiger und emotionaler Ebene, ist die Voraussetzung, damit auch dein Körper sich der Veränderung öffnet und sich auf Wandel mehr und mehr mit Selbstverständlichkeit einlässt.
- Damit er das tut, braucht es noch ein wenig „Frühjahrsputz“ im körpereigenen System.
- Transformiere daher Stück für Stück dein Zellgedächtnis, z.B. mit der u.a. Anleitung.
- Achte auf die Ausrichtung deiner Gedanken und wisse um ihre Kraft.
- Definiere konkrete Schritte, deren Ergebnis für dich überschaubar sind.
- Vertraue darauf, dass das Leben für dich wirkt, wenn deine Gedanken entsprechend ausgerichtet sind.
- Veränderung – also auch der Weg hin zu mehr Veränderungsfreude ist ein Prozesse. Daher wisse: Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
- Feiere deine Erfolge und danke dir für den Mut, den du aufbringst, Veränderung als Konstante in deinem Leben zu akzeptieren und deinen Körper entsprechend auszurichten.
Veränderung als selbstverständliche Konstante in unserem Leben
Ob wir wollen oder nicht – wir werden uns einem Grundgesetz des Universums nicht entziehen können: Dem permanenten Wandel.
Zugegeben: Materie ist träger als frei fließende Energie und so geschah in den letzten Jahrzehnten Veränderung eher in einem gemäßigten Tempo. Doch seit einigen Jahren ist klar: Die Veränderungsgeschwindigkeit nimmt zu und auch die Intensität der Dinge, die sich ändern, wächst.
Umso mehr wir diese neue Realität akzeptieren und desto mehr wir uns für Veränderungen öffnen und uns auf sie einlassen, desto leichter fühlt sich der Wandeln an. Denn: Überall da, wo Widerstand herrscht, kommt es zu Reibung und damit zu Schmerzen. Wandlungsschmerz.
Ein Grund für diesen Wandlungsschmerz liegt in unserem Körper.
Unser Körper nimmt Veränderung als Bedrohung wahr
Unser Körper fährt einen Ressourcen schonenden Ansatz. Sein System ist auf Konstanz ausgelegt. Denn durch Konstanz und bewährte Abläufe kann er im „Autopilot“ fahren. Das kostet – wie wir vom Autofahren wissen – weniger Energie.
Jede Veränderung stellt daher für unseren Körper ein Verlassen des „Autopiloten“ dar und führt zu Irritation. Da unser Kopf das Neue nicht vollständig einschätzen kann, sendet dieser erst einmal einen Alarm.
Dieses Signal schickt den Körper in den Überlebensmodus. Das Reptiliengehirn übernimmt und wir sind begrenz auf drei Reflexe: Angreifen, Erstarren, Flüchten.
Doch diese Reaktionen sind wenig hilfreich, wenn es darum geht, auf der Welle der Veränderung zu surfen und unsere Handlungs- und Gestaltungsmacht zu erhalten.
Daher gilt es, unseren Körper – wie im Fitnessstudio – für diese neue Realität der permanenten Veränderung fit zu machen.
Trainingscenter „Veränderungsfreude“
In diesem Fitness-Studio stehen zwei Fragen im Mittelpunkt:
- Wie vermittelst du deinem Körper, dass er auch außerhalb deiner Komfortzone sicher ist?
- Welche Rolle spielen deine Gedanken dabei?
Schauen wir uns beide Fragen im Detail an.
Wie vermittelst du deinem Körper, dass er auch außerhalb deiner Komfortzone sicher ist?
Unser Körper hat ein Zellgedächtnis. In diesem Gedächtnis sind all unsere Schmerzerfahrungen gespeichert, die körperlichen, emotionalen und psychischen. Das heißt: Das Zellgedächtnis umfasst Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen aller Erfahrungen, in denen wir bewusst oder unbewusst ein Trauma erlitten haben, das heißt Emotionen nicht frei fließen konnten.
Beispiel
Als Maja mit drei Jahren in den Kindergarten kam, hat er jeden Morgen geweint. Ihre Eltern hatten sich nie ausreichend Zeit genommen, bis die letzte Träne versiegt und der Abschiedsprozess beendet war. Manchmal haben sie sogar mit Unverständnis oder genervt Sein reagiert: „Maja, jetzt stell dich doch nicht so an.“, „Maja, nicht schon wieder. Ich muss zur Arbeit.“
Die Emotion der Trauer, die Maja in diesem Moment gespürt hat, konnte in diesen Moment nicht vollständig fließen. So ist jedes Mal ein wenig Trauer zurückgeblieben und im Zellgedächtnis zusammen mit Gedanken wie: „Ich werde nicht getröstet.“, „Wenn ich weine, sind meine Eltern genervt.“ oder „Der Kindergarten macht kein Spaß.“, und den Körperempfindungen, wie z.B. ein Druck auf dem Brustkorb oder Bauchschmerzen abgespeichert worden.
Sind diese Erfahrungen bisher nicht verarbeitet und aus dem Zellgedächtnis gelöscht, können sie Maja im Umgang mit Veränderungen behindern.
Anhand dieses Beispiels siehst du, dass es im ersten Teil des Frühjahrsputzes darum geht, alte Schmerzerfahrungen aus den Zellen zu löschen, in dem du diese Erfahrungen liebevoll wahrnimmst und verabschiedest.
Dabei helfen kann dir die Fotoalbum-Übung, die ich im Artikel „Find your flow“ beschreibe. Du kannst aber auch nachfolgendes Vorgehen für die Wandlung des Zellgedächtnisses nutzen:
Anleitung: Transformation des Zellgedächtnisses
Wenden wir uns nun der zweiten Frage des Trainingszentrums zu.
Die Rolle deiner Gedanken in Veränderungsprozessen
Unsere Gedanken sind kraftvoll. Sie erschaffen Energiefelder und tragen dazu bei, dass Materie entsteht. Das können wir für uns nutzen oder – wenn wir unachtsam mit unseren Gedanken sind – spiegelt uns das Leben das, was wir nicht wollen. (Murphy’s Law)
Beispiel
Maja hat die Entscheidung getroffen, ihre Angst vor Veränderung zu reduzieren. Sie möchte neue Wege gehen – sich beruflich verändern, vielleicht auch eine neue Wohnung suchen.
Die Schmerzerfahrung aus dem Kindergarten hat sie gewandelt und spürt seitdem auch eine größere Neugier auf das Unbekannte im Leben.
Dennoch liegt sie nachts wach und denkt alle Szenarien durch, vom Idealzustand bis hin zum Worst Case. Und vor allem diesem Szenario widmet sie viel Zeit. Morgens notiert sie sich sogar alle Risiken und negativen Punkte.
Damit gibt Maja diesem Teil ihrer Gedanken Kraft. Die Risiken und negativen Punkte stehen im Fokus. Das entsprechende Energiefeld wächst und wenn es dicht genug ist, wird Maja im Leben genau diese Erfahrung machen. Sie hat sich quasi das Worst-Case-Szenario herbeigewünscht.
Wichtig ist mir an der Stelle noch zu sagen: Es geht nicht darum, Risiken gedanklich auszublenden oder Ängste und Sorgen zu unterdrücken. Es geht darum, zu unterscheiden:
- Welche Situation ist im Moment vorhanden?
- Und welche Gedanken resultieren aus Projektionen der Vergangenheit und sind somit Teil des noch unaufgeräumten Zellgedächtnisses?
Wenn sich also in nächtlichen Gedankenprozessen Sorgen und Ängste einschleichen, nimm wahr, welche Emotionen damit verbunden sind, überlege, wo du so etwas schon mal erlebt hast und wandere mit deiner Aufmerksamkeit in den Teil deines Körpers, in dem diese Erfahrung gespeichert ist. Lade auch diese Zellen ein, diese Energien freizugeben.
Persönlichkeitsentwicklung ist eine Reise
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieser Reinigungs- und der damit verbunden Entwicklungprozess über Jahre gehen kann. Es fühlt sich an, wie das Schälen einer Zwiebel – Haut für Haut, bis man zum Kern kommt.
Wenn du spürst, dass du diesen Prozess oder aber Etappen daraus, nicht alleine gehen möchtest, dann buche dein Coaching bei mir.